Geschichte

Die historischen Wurzeln von Blankensee liegen in der Jungsteinzeit. Die lebendigen Spuren gehen aber von den slawischen Siedlungen aus, die bereits um 800 u. Z. am Blankensee existierten.
Nach Gründung der Mark Brandenburg im Jahre 1157 wurde der Ort blankense in einer Urkunde des Erzbischofs Heinrich von Magdeburg mit Datum vom 18. Oktober 1307 erstmals schriftlich erwähnt. Ab 1446 ging „daz hus zu Blankense“ an die Familie von Thümen als kursächsisches Lehen. Als Ergebnis des Wiener Kongresses 1817 gehört die kursächsische Enklave Blankensee zu Preußen.
Blankensee ist ein märkisches Rundlingsdorf im Naturschutzgebiet „Nuthe-Nieplitz-Niederung“ und im Landschaftsschutzgebiet „Nuthetal-Beelitzer Sander“ inmitten des Naturparks Nuthe-Nieplitz. Der Ort liegt zwischen dem Blankensee und dem sich nördlich befindlichen Grössinsee. Er wird von der Nieplitz durchflossen und ist umgeben von Feuchtwiesen und -gebieten. Diese besondere geographische Situation fördert eine harmonische Einfügung des Dorfes in die Landschaft.

Eckdaten

Arbeitsplätze
insgesamt: 22 % im Ort / 78 % außerhalb
in Landwirtschaft: 6,6 %
in Handwerk und Gewerbe: 15,2 %
in Industrie: 12,8 %
im Dienstleistungssektor: 67,6 %

Anzahl der Betriebe/Unternehmen
insgesamt: 57
in Landwirtschaft (Vollerwerb): –
in Landwirtschaft (Zu- oder Nebenerwerb): 3
in Handwerk und Gewerbe: 22    (1995: 9)
in Industrie: –
im Dienstleistungssektor: 32    (1995: 8)

Allgemein
Gemeinde – 14959 Stadt Trebbin
Region/Land – Landkreis Teltow-Fläming

Einwohnerzahl (Teilnehmer) – 573 (284 männlich; 289 weiblich)
Gesamtfläche (Teilnehmer): 1.098 ha

Siedlungsfläche: 42 ha
Waldfläche: 122 ha
Wasserflächen: 417 ha
Ackerfläche: 362 ha
Grünland / Ödland: 155 ha

Information

Informationen jedweder Art erhalten Sie im Bauernmuseum.

Bauernmuseum von Blankensee

Blankenseer Dorfstraße 4
14959 Trebbin OT Blankensee
Tel./ Fax: 033 731- 800 11
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Ansprechpartner: Herr Bartoll

Ortsbeirat

Stefan Tzschentke
Ortsbeiratsmitglied und Ortsvorsteher

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Karl-Heinz Bornemann
Ortsbeiratsmitglied

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Dorfwettbewerbe

  • 1994 Kreiswettbewerb, 1.Platz
  • 1995 Landeswettbewerb, 1.Platz
  • 1996 Bundeswettbewerb, Silber
  • 1997 Kreiswettbewerb, 1.Platz
  • 1997 Europäischer Wettbewerb, Sonderpreis
  • 1998 Landeswettbewerb, Teilnahme
  • 2008 Kreiswettbewerb, 1.Platz
  • 2009 Landeswettbewerb, 2.Platz
  • 2010 Europäischer Dorferneurungspreis, Auszeichnung

Dienstleistungen

Dorfentwicklung

Die sozialpolitischen und gesellschaftlichen Strukturen des Dorfes haben sich seit 1990 besonders vielschichtig und dynamisch verändert: Von einer früher vorwiegend land- und fischereiwirtschaftlichen genossenschaftlichen Produktion mit Arbeitsplatzbindung in der Gemeinde und der umliegenden Region zu einer heutigen zeitangepassten Struktur von Wohnen und Erholung, Kleingewerbe und touristischen Dienstleistungen und Angeboten, Traditions- und Brauchtumspflege.

Die Einwohnerzahlen haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig gesteigert. Momentan gibt es ca. 57 Gewerbebetriebe, die überwiegend als Ein-Mann-Betrieb geführt werden.

Das Dorfentwicklungskonzept sowie diverse Bebauungs- und Begrünungspläne wurden in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Trebbin sowie Kreis- und Landesbehörden erfolgreich umgesetzt. Das Konzept ist noch nicht abgeschlossen und wird weiter qualifiziert. Die Blankenseer BürgerInnen bemühen sich weiterhin nachhaltig um die Gestaltung der Dorfstruktur und des Dorfbildes, des dörflichen Lebensraumes und um eine verbesserte Lebensqualität in einer intakten Natur.

Das Dorf orientierte sich im Wesentlichen

  • auf die Erhaltung des historischen Dorfbildes (Rundling),
  • auf eine landschaftsangepasste Bebauung und Begrünung,
  • um den Erhalt und die Erweiterung touristischer Anziehungspunkte und des kulturellen Angebots

Die Entwicklung des „sanften Tourismus“ wurde durch Vereine und Unternehmen des Dorfes, durch beide Kirchen sowie durch Behörden aktiv unterstützt. So möchte Blankensee seinen Gästen stets Neues bieten und das Wohlfühlen erleichtern. Der Einsatz galt deshalb:

  • der Erweiterung von Gaststätten und des Angebotes von Fremdenzimmern,
  • der Modernisierung bzw. Gestaltung der Zufahrts- und Durchgangsstraßen,
  • der Errichtung von Parkplätzen im Dorfkern und am Blankensee,
  • dem Aufstellen von Informationstafeln,
  • dem Betrieb von öffentlichen Toiletten,
  • dem Aufbau einer eigenen Internetseite,
  • der Versorgung mit einem schnellen Internetzugriff.
Die Erfolge des Entwicklungsprozesses sind auf unterschiedlichen Ebenen erkennbar. Zur besseren Nachvollziehbarkeit werden die Erfolge in zwei Bereichen dargestellt:

1. Erfolge im baulichen Bereich und Ausbau des sanften Tourismus:
  • 1998: Einweihung des Beobachtungsturmes an den Ungeheuer-Wiesen
  • 1998: Abschluss der Sanierungsarbeiten am Schloss und im Park
  • 1999: Projekt „Parkplatz II am Ruhemannweg
  • Realisierung des Bohlenstegs
  • Sanierung des Seewegs
  • Aufstellen mehrerer Sitzbänke auf dem Bohlensteg und dem Seeweg
  • 2001: Straßenbau, Bau/Sanierung des Wasser- und Abwassersystems abgeschlossen
  • 2002: Rückbau der ehemaligen LPG-Schweinemastanlage
  • 2006: Restaurierung der Orgel im Kirchenzentrum Waldfrieden
  • 2007: Sanierung und Umbau des ehemaligen Strandhotels zu Wohnungen
  • Einweihung des Besucherzentrums Wildgehege „Glauer Tal“
  • Errichtung des Lehmbackofens auf dem Museumsgelände
  • Eröffnung des FiB`s, einem Freizeitheim für Kinder- und Jugendgruppen
  • 2008/2009: Rekonstruktion des Bohlenstegs
  • Errichtung des Wohn- und Geschäftshauses der Fa. Brauße im Dorfzentrum
  • Im Dorfkern sowie am Weidenweg entstanden ein Dutzend neuer Eigenheime.
  • 2012 Fertigstellung der Alten Guts-Schmiede
Besondere Anziehungspunkte im historischen Dorfkern sind das Bauernmuseum mit der Museumsschänke und die evangelischen Dorfkirche mit dem Friedhof. Außerhalb gehört das Kirchenzentrum Waldfrieden der Johannischen Kirche dazu.
Eine besondere Wirkung geht vom Blankensee selbst aus. Dazu bietet der über 200 m lange Bohlensteg ein reizvolles Naturerlebnis. Die beeindruckende Artenvielfalt in Fauna und Flora wird u. a. auch auf einem von der Grundschule gestalteten Naturlehrpfad erlebbar.

2. Erfolge im sozialen und kulturellen Bereich:
Bemerkenswert ist das Bemühen vieler Bürgerinnen und Bürger, alte dörfliche Traditionen zu bewahren und praktisch zu pflegen, aber auch neue zu begründen. Dazu gehören das winterliche Federnreißen und das Schnitzen von Quirlen, das manuelle Roggenmähen mit alten Geräten aus dem Fundus des Museums und das Klemmkuchenbacken. Auch die Museumsfeste, der große Weihnachtsmarkt, das Osterfeuer und die Faschingsveranstaltungen sind Beispiele der Traditions- und Brauchtumspflege. Den Jahreswechsel mit Glockengeläut im Turm der Dorfkirche zu begehen, das Betreiben eines alten Lehmbackofens, das Lichterfest und die Weihnachtsbaumverbrennung sind jüngere Traditionen.

Hervorzuheben sind die Aktivitäten des Heimatvereins und des Dorfclubs; aber auch die der Johannischen und der Evangelischen Kirche. Der Sportverein SG Blankensee 1990 e. V., die Freiwillige Feuerwehr, der Taubenzüchter- und der Angler-Verein, die Volkssolidarität, der Montagskreis der Senioren, die Tanz- und Theatertruppe, die Frauengruppe und der Förderverein der Grundschule sowie das „Stübchen“ verbinden einen großen Teil der BürgerInnen, ohne Unterschied der Generationszugehörigkeit. Ein großer Erfolg war die Festwoche „700 Jahre Blankensee“ im September 2007. Hierbei wurden alle Vereine, andere Einrichtungen und vor allem die Jugend schon bei Beginn der Vorbereitungen ein Jahr zuvor mit einbezogen.

Das Gebäude der Grundschule wird auch erfolgreich vom evangelischen Kindergarten und vom Hort genutzt. Die große Sporthalle ermöglicht umfangreiches Sporttreiben und in Zusammenhang mit der Aula die Durchführung zahlreicher Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft und der Vereine.

Der Blankenseer Musiksommer, der Dorfkirchensommer in Brandenburg, die „Lange Nacht der Museen“ sowie die nächtlichen Konzerte im „Italienischen Garten“ des Parks sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Kulturlebens und ziehen viele Besucher an.

Zum Kulturleben zählen auch die Führungen durch den Sudermann-Park, das Sudermann-Zimmer im Schloss sowie die zahlreichen Ausstellungen im Schloss und Bauernmuseum. Kinder können sich in den Ferien in einem Indianerlager mit den Sitten und Gebräuchen der nordamerikanischen Ureinwohner vertraut machen.

Nun kommt es aber auch auf die beständige Wartung und Pflege der geschaffenen Werte und Einrichtungen sowie die Fortführung der Traditionen an. Im schonenden und abgestimmten Umgang mit der Natur möchte Blankensee immer wieder neue Akzente setzen, für Gäste und Bürger anziehend bleiben und damit der strukturellen Entwicklung des Dorfes wirtschaftliche Stabilität verleihen.

Öffentliche Einrichtungen

Diese Einrichtungen sind in Blankensee vorhanden:

In unserem 1,5 km entfernten Nachbardorf Glau, in der Friedensstadt, finden Sie auch ärztliche und therapeutische Einrichtungen im Heilinstitut Friedensstadt, wie z.B.

Wenn Sie auf die jeweilige Einrichtung klicken, werden Sie zu der entsprechenden Homepage weitergeleitet, um weitere Infos zu erhalten.

Anfahrt

Auto


Bahn

[www.bahn.de Anreisebutton]

Taxi
Taxi Press (in Trebbin): www.taxi-press.de, 033731 15277

BVG

Presse

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